Ein Abend voller wissenschaftlicher Impulse, innovativer Medizintechnik und anregender Gespräche in der City Nord
Am 8. Oktober fand der vierte UKE-Stiftungsdialog im neuen Headquarter der Berenberg Bank in der City Nord statt. Im Mittelpunkt des Abends standen die neuesten Entwicklungen in der Schlaganfallforschung – ein hochaktuelles Thema, das die knapp 50 Gäste aus der Hamburger Gesellschaft begeisterte.
Bereits in seiner Begrüßung hob Professor Dr. Gerhard Adam, Vorstandvorsitzender der UKE-Stiftung, die Bedeutung der Arbeit der UKE-Stiftung hervor. Obwohl die Stiftung noch jung und klein ist, zeigt sich bereits deutlich, dass sie einen wichtigen Bedarf in der Förderung wissenschaftlicher Arbeit am UKE erfüllt. Ein eindrucksvoller Beleg dafür sind die 34 Bewerbungen für den Förderpreis der UKE-Stiftung, die in diesem Jahr von ambitionierten Wissenschaftler:innen eingereicht wurden. Diese erfreuliche Resonanz unterstreicht das große Potenzial der wissenschaftlichen Arbeit am UKE und verdeutlicht zugleich, wie wichtig es ist, vielversprechende Forschungsprojekte unbürokratisch zu fördern. Auch Professor Dr. Christian Gerloff, Vorstandsvorsitzender des UKE, unterstrich die besondere Bedeutung der UKE-Stiftung, die ihm eine persönliche Herzensangelegenheit ist. Mit Blick auf die großen Stiftungen der Universitäten von Harvard und Stanford betonte er den Anspruch, noch besser zu werden, unabhängige Forschung zu ermöglichen und junge wissenschaftliche Talente gezielt zu fördern. Dafür brauche es vor allem schnelle, schlanke und pragmatische Entscheidungen – ein Anspruch, den der Vorstand der UKE-Stiftung vorbildlich umsetze und der durch das Engagement der anwesenden Unterstützer:innen ermöglicht werde.
Professor Dr. Tim Magnus, Direktor der Klinik für Neurologie am UKE, gab in seinem eindrucksvollen Vortrag spannende Einblicke in die aktuellen Forschungsansätze und Therapien der Schlaganfallmedizin. Anschaulich zeigte er auf, wie Nanobodies – besonders kleine Antikörperfragmente – zukünftig gezielt Entzündungsprozesse nach einem Schlaganfall im Gehirn beeinflussen und die Zerstörung von Gehirnzellen stoppen können. Besonders faszinierend waren die Einblicke in die Arbeit im Schlaganfalllabor, die den Gästen neue Perspektiven auf die Erforschung der Nanobodypipelines boten.
Der vierte Stiftungsdialog zeichnete sich durch eine besonders vielfältige Gästerunde aus. Neben Mitgliedern des Kuratoriums nahmen zahlreiche weitere, an der Arbeit der UKE-Stiftung interessierte Persönlichkeiten aus der Hamburger Gesellschaft teil. Das große Interesse spiegelte sich auch in der lebhaften Diskussion im Anschluss an den Vortrag wider: Zahlreiche Fragen an Professor Magnus und sein Team führten zu einem intensiven und inspirierenden Austausch. Die hohe Beteiligung machte diesen Abend zu einem der bislang lebendigsten Stiftungsdialoge.
Ein weiteres Highlight war die Präsentation von Mixed Reality im OP durch Dr. Adrian Ohlde und seinem Team, Preisträger der UKE-Stiftung 2025. Mithilfe dieser Technologie konnten die Gäste patientenindividuelle dreidimensionale Modelle erleben und virtuell in die Anatomie des menschlichen Körpers eintauchen. Die anschauliche Visualisierung medizinischer Strukturen und chirurgischer Zusammenhänge zeigte eindrucksvoll, welche neuen Möglichkeiten digitale Technologien für die Operationsplanung und die moderne Medizin eröffnen.
Der Abend klang in stimmungsvoller Atmosphäre aus und bot Gelegenheit, die gewonnenen Eindrücke zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und die Gespräche über Wissenschaft, Forschung und medizinische Innovation fortzuführen.
Der vierte UKE-Stiftung Dialog hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll die persönliche Begegnung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist. Er machte aktuelle Forschung verständlich und erlebbar und verdeutlichte, wie innovative Ansätze und engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu beitragen, die medizinische Versorgung von morgen weiterzuentwickeln.